Im Kranze der Tannen
Auf lieblichen Höh’n,
Da liegt meine Heimat
St. Peter so schön.

Chronik des Männergesangvereins St. Peter

Mit Texten des Ratsschreibers und Dorfchronisten Klaus Weber (1928-2007) aus den Festschriften zum 100jährigen Bestehen des MGV 1974 und zum 110jährigen Bestehen des MGV 1984.

1873

Die Gründung des Männergesangvereins St. Peter steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Restaurierung der Barockkirche in den Jahren 1873/1874 u.a. durch den Maler und Vergolder Gustav Pollikeit aus Waldshut. Nach Feierabend saßen die Kirchenmaler regelmäßig im damaligen Bierstüble „Dold“, dem ehemaligen „Klosterstüble“, und sangen mit den Bürgern Lieder.

1874

Als die Kirchenmaler nach vollendeter Arbeit St. Peter verließen, schloss sich im Jahre 1874 ein Dutzend sangesfreudiger Männer zusammen und bildete einen Verein, um in regelmäßigen Abenden Gesang und heimatliches Lied in Verbindung mit geselliger Unterhaltung zu hegen und zu pflegen.

Es waren vor allem Bürger aus der Dorfmitte, Handwerker und Gewerbetreibende, die 1874 den Männergesangverein gründeten. Zu ihnen zählten der Fuhrunternehmer Benedikt Wehrle, Schreinermeister Josef Rombach und der Schuhmacher Markus Schwab (1851-1931), der den Verein noch vor 1899 einige Jahre als 1. Vorsitzender leitete. Die musikalische Leitung oblag den Dirigenten, die fast ausschließlich der Lehrerschaft angehörten.

1899

Einen schweren Rückschlag erlitt der Männergesangverein durch die große Brandkatastrophe vom 6. Juni 1899, bei der im Ortskern um den Bertoldsplatz und den angrenzenden Klosterhof 23 Gebäude zerstört wurden und etwa 150 Menschen ihr Obdach verloren. Sicher sind damals auch die ersten Protokollbücher des Vereins sowie weitere Unterlagen zur Gründung verloren gegangen. Der Wiederaufbau und die Schaffung der Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der kulturellen Betätigungen erforderten Jahre.

1909

Es war vor allem die jüngere Generation, die sich am 14. November 1909 im neugebauten Gasthaus „Zum Kreuz“ zusammen fand, um den Männergesangverein wieder zu bilden. Allen voran der Gerbermeister Adolf Waldvogel sen. als 1. Vorsitzender (1909-1912), Steingrubenbauer Karl Adolf Blattmann sen. (1. Vorsitzender 1919, 1927-1933), Hauptlehrer Johannes Hauck als Dirigent (1909-1910) und der Arzt Dr. Emil Krieg (2. Vorsitzender 1912-1919).

Als Zweck des Vereins wurde die Pflege des vierstimmigen Männergesangs und besonders der deutschen Volkslieder festgelegt. Die Mitglieder gehörten allen Ständen an und schufen ein einigendes Bild über alle sozialen Unterschiede der Bevölkerung hinweg.

Das Gasthaus „Zum Kreuz“ diente für Jahrzehnte als Vereinslokal, die Proben wurden im alten Schul- und Bürgersaal abgehalten. Neuer Geist und Schwung brachten den Verein bald auf eine beachtliche Höhe. Über Weihnachten und Neujahr trat der Verein unter Mitwirkung der Trachtenkapelle mit Veranstaltungen an die Öffentlichkeit, die, Jahr für Jahr wiederholt, bei der Bevölkerung viel Anklang fanden. Die Programme der damaligen Zeit enthalten noch recht viele alte Schwarzwälder Volkslieder und Solostücke. Gemeinsame Ausflüge und Wanderungen, die Teilnahme an Hochzeiten und Beerdigungen von Sängerkameraden stärkten den Zusammenhalt.

Die seit dieser (Wieder-)Gründung erhaltenen Protokollbücher erlauben eine lückenlose Chronik des MGV bis zum heutigen Tag.

1913

Beitritt zum Breisgauer Sängerbund (seit 2016: Chorverband Breisgau).

1914 – 1918

Im Ersten Weltkrieg, in welchem sechs Sängerkameraden ihr Leben ließen, lag der Vereinsbetrieb darnieder und wurde nach Kriegsende wiederbelebt.

1920

Höhepunkte des Vereinslebens in den 20er Jahren bildeten die traditionellen Veranstaltungen, auf denen Männerchöre, Kunst- und Volkslieder, Solodarbietungen und Theateraufführungen zum Besten gegeben wurden. Die Teilnahme an Sängerfesten und Fahnenweihen von Brudervereinen weiteten den Horizont und spornte zur intensiven Weiterarbeit an.
An junge Sänger, die damals um Aufnahme in den Verein baten, wurden strenge Anforderungen gestellt – Vorsingen war obligatorisch).

1924

50 Jahre Männergesangverein St. Peter.

1925

Das „Quartett“ mit Stefan Schwär, Stefan Wehrle (+1968, Chicago), Fritz Schott und Johann Rohrer wird gegründet.

1933

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten werden die Vereine nach und nach gleichgeschaltet, mit dem Ziel das gesamte politisch-gesellschaftliche Leben in Deutschland gemäß der NS-Ideologie zu vereinheitlichen. Im entsprechenden Protokoll vom 25. Oktober 1933 erklärt der NSDAP-Stützpunktleiter St. Peter sein Einverständnis mit der Wahl von Leo Schuler zum 1. Vorsitzenden des MGV.

1934

Das 60jährige Vereinsjubiläum im Juni 1934 gestaltete sich zu einem großen denkwürdigen Dorffest, das durch die Fahnenweihe, die Teilnahme von acht Brudervereinen und einen großen Festzug mit Festreitern gekennzeichnet war. Für 60jährige Mitgliedschaft konnte Gründungsmitglied Schreinermeister Josef Rombach, damals der älteste aktive Sänger des Badischen Sängerbundes, durch Verleihung der goldenen Ehrennadel geehrt werden. Gerade für jene Jahre dokumentiert das Protokollbuch auch seinen zeitgeschichtlichen Wert.

1936

Leo Schuler wird von der NS-Ortsgruppe als 1. Vorsitzender abgesetzt und durch die Vereinsführer Fritz Metzger (1936-1937) und Lambert Löffler (1937-1938) ersetzt. Gleichwohl gilt Leo Schuler als rechtmäßig gewählter 1. Vorsitzender.

1939

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kommt auch das Vereinsleben weitestgehend zum Erliegen. Seit 1938 ist Paul Scherer (+1968) Dirigent und ihm ist es zu verdanken, dass der Verein über die Kriegsjahre hinweg bestehen blieb und mancher Soldat auf Heimaturlaub freute sich, ein paar Stunden in froher Sängerrunde verbringen zu können.

1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte der Männergesangverein getreu seiner Tradition im Dezember 1945 seine kulturelle Tätigkeit in altbewährter Form wieder fort. Besonders der 1. Vorsitzende Leo Schuler und Dirigent Paul Scherer beleben den Verein wieder, so dass die Singstunden das Leid der letzten Jahre für ein paar Momente vergessen machen.

1948

Das „Quartett“ wird wieder neu ins Leben gerufen: Johann Rohrer, Fritz Schott, Josef Wehrle und Paul Hättich. Durch ihr außergewöhnliches Können, ihr volkstümliches Repertoire (über 30 Lieder) und durch ihr originelles Auftreten haben die Quartettsänger über die Jahre hinweg bei zahllosen Anlässen in St. Peter und auswärts viel Anklang und Beifall gefunden. Beispiele dafür sind die Mitwirkung des Quartetts bei Filmaufnahmen in Todtmoos (1952), bei der Fremdenverkehrswerbung im Saarland (1954 und 1956) und bei Aufnahmen für den Südwestfunk (1956).

1949

75 Jahre Männergesangverein St. Peter
Auf über 50 aktive Mitglieder angewachsen, feierte der Verein an Pfingsten 1949 sein 75jähriges Bestehen im Rahmen eines Dorffestes, wie es bis dahin St. Peter noch nicht erlebt hatte. 18 Gesangvereine mit mehreren tausend Gästen waren zum Jubiläum nach St. Peter gekommen. Am großen Festzug mit etwa 800 Sängern beteiligten sich auch Festreiter und Schäppelmädchen. Im Namen des Sängerbundes dankte Bundespräsident Haller, Denzlingen, dem MGV St. Peter für sein Wirken in der badischen Sängerbewegung.

1960

Die Kontinuität, Traditionsbewusstsein und Zusammenhalt kommen auch darin zum Ausdruck, dass in den 60er Jahren einige Sängerkameraden für 40- und 50jährige Mitgliedschaft geehrt werden konnten. 42 Jahre lang (1923-1965) diente Franz-Josef Rombach (+1965) dem Verein als Rechner. Außergewöhnliche Verdienste erwarb sich Leo Schuler (+1973), der den MGV 30 Jahre lang (1933-1963) als 1. Vorsitzender leitete, so lange wie keiner vor oder nach ihm. Dienstältester Sänger ist Guido Kienzler der 1969 für 60 aktive Jahre im MGV geehrt wird.

1972

Inzwischen gehören auch die Kurkonzerte für die vielen Gäste und Touristen zum
Terminkalender des MGV und so verzeichnet man im Jahr 1972 31 Auftritte und Zusammenkünfte.

1974

100 Jahre Männergesangverein St. Peter
Mit einem Festakt in der gerade noch rechtzeitig fertiggestellten Kur- und Festhalle eröffnete der Männergesangverein am 2. August 1974 die glanzvolle Jahrhundertfeier zu seinem 100jährigen Bestehen. Während des anspruchsvollen Festprogramms überreichte Landrat Dr. Emil Schill dem 1. Vorsitzenden Franz Martin (1969-1977) die vom Bundespräsidenten verliehene Zelter-Plakette. Präsident Eduard Kuhn (Gundelfingen) vom Breisgauer Sängerbund (heute Chorverband Breisgau) übergab die vom Präsidenten des Deutschen Sängerbundes unterzeichnete Ehrenurkunde und würdigte im Namen des Badischen und Breisgauer Sängerbundes (heute: Chorverband Breisgau) die Leistungen des MGV St Peter im Dienste des Chorgesangs.

Die Festlichkeiten zum 100. Stiftungsfest erreichten am Sonntag, 4. August 1974 im Rahmen eines großen Dorffestes mit über 5.000 Besuchern ihren Höhepunkt. Auf den Festgottesdienst folgte am Nachmittag ein eindrucksvoller Festumzug durch das geschmückte Dorf mit 25 Gastvereinen in farbenfrohem Fahnenschmuck mit Reitergruppe, 40 Schäppelmädchen, drei Kutschen und den Musikkapellen St. Peter und Eschbach.

Beim Freundschaftssingen der Gastvereine in der Festhalle übergab die Chorgemeinschaft MGV Kirchzarten / MGV Oberried als Jubiläumsgeschenk die Uraufführung des von ihrem Chorleiter Dietrich von Bauszern komponierten Liedes „S‘ Mitteli vum Schwarzwald“ (Partitur und Widmung).

Zum guten Gelingen des 100. Stiftungsfestes – ein großes Ereignis in der Vereinsgeschichte – haben die hervorragende Organisationsarbeit und die Einsatzfreude vieler Helferinnen und Helfer beigetragen.

Herrliches Wetter begünstigte auch am 3. November 1974 die Jahreshauptversammlung des Breisgauer Sängerbundes (heute: Chorverband Breisgau) in der Kur- und Sporthalle. Dieser Herbstsängertag verzeichnete mit 278 Delegierten von 159 Gesangvereinen einen Rekordbesuch. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand der Bericht des Bundeschormeisters Rudolf Kiesel über die musikalische Situation des Sängerbundes und die Neuwahl des Gesamtpräsidiums.

Reges Interesse fand die Podiumsdiskussion „Ist Chorgesang noch förderungswürdig“ mit dem Rektor der Staatlichen Musikhochschule Freiburg, Prof. Dr. Abraham (St. Peter), Bundeschormeister Rudolf Kiesel, den Chorleitern Dietrich von Bauszern (Kirchzarten), Dr. Hartmut Braun (St. Peter, 1973-1977), Musikredakteuren des Südwestfunks und der Badischen Zeitung.

Einen musikalischen Höhepunkt brachte am Nachmittag das „Geistliche Konzert“ in der Barockkirche mit Chor- und Orgelwerken. Unter der Gesamtleitung von Dr. Hartmut Braun wirkten der Kirchenchor St. Peter und die sieben Männerchöre der Gruppe Dreisamtal mit. Zum Abschluss sangen alle Vereine zusammen das „Sancta Maria“ und als Uraufführung „Nun danket all“ von Dietrich von Bauszern.

1975

Auch in der Zeit von 1975 bis 1984 hat der Männergesangverein St. Peter seine reiche musikalische Tradition fortgeführt und die Kultur des Chorgesanges gepflegt, z.B. durch Jahres- und Weihnachtskonzerte in der Kur- und Sporthalle, Mitwirkung bei festlichen Anlässen von Gemeinde, Pfarrei und Vereinsjubiläen, zahlreiche Kurkonzerte für die Gäste im Ort, Konzerte im St. Josefshaus (1975 bis 1981), Teilnahme am Empfang für Erzbischof Oskar Saier (Mai 1978), Frühjahrskonzert der Dreisamtalgruppe in St. Peter (1982), ein erfolgreiches Wunschkonzert (Mai 1983) und die Gestaltung des Altennachmittages (November 1983).

Die musikalische Mitgestaltung von Gottesdiensten und religiösen Anlässen reicht vom Antoniustag, dem alljährlichen Gedenktag für die verstorbenen Sängerkameraden und passiven Mitglieder, über Maiandachten in der Pfarrkirche und auf dem Lindenberg, die Teilnahme an Prozessionen an Fronleichnam und dem Patrozinium „Peter und Paul“, am Volkstrauertag bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag (Stephanstag).

Seit 1974 hat sich der MGV an 14 auswärtigen Sängerfesten beteiligt, an Liederabenden in Münstertal (1977) und in St. Märgen (Pfingsten 1984) mitgewirkt, und an den Jahreskonzerten der Chorgruppe Dreisamtal, am Patrozinium in Eschbach (1975) und am Treffen der Männerchöre Zähringerstädte in Rheinfelden (Juni 1980) teilgenommen.

Zum Gemeinschaftsleben des Dorfes hat der MGV beigetragen durch zahlreiche Theateraufführungen, Teilnahme an Fasnetsumzügen (1979 mit der „Aktion Sorgenkind“ und einem Reinerlös von über 1.000,00 DM), Einsatz beim Dorffest, Sommernachtsfeste am Strandbad (1979-1981, 1983), Veranstaltung von jährlichen Hammeltänzen und Tanzabenden in der Halle und im „Hirschen“.

Mit wechselndem Glück mischte der MGV auch an den Pokalwettbewerben der örtlichen Vereine mit und war am erfolgreichsten bei den Internationalen Wandertagen, wo er von 1979-1981 mit der größten Wandergruppe Pokalsieger wurde.

Der Geselligkeit und Kameradschaft dienten Vereinsausflüge (alle zwei Jahre), Mitfeiern von Hochzeiten und Geburtstagen von Sängerkameraden, Familienwanderungen und Kameradschaftsabende und die Familiennachmittage (seit 1978 auf dem Langeckhof, Schönberghof, im Willmendobel und auf der Hochrütti).

1977

Als der neue 1. Vorsitzende Guido Gangl (1940-1982) die Führung im MGV übernimmt ist es um die Sängergemeinschaft nicht zum Besten bestellt. Der ehemalige Fähnrich (1961-1977) und 2. Vorsitzende (1969-1973) schweißt den Chor wieder zusammen, wie es nur einem Schmiedemeister gelingen kann.

1981

Chorleiter Hubert Schuler (*1940) stößt Anfang des Jahres zum MGV St. Peter. Er soll insgesamt 34 Jahre (1981-2014, 2018) lang dem Chor den Ton angeben, so lange wie noch niemand in der Geschichte des MGV.

1982

Die Schar der Sänger ist inzwischen wieder auf über 40 angewachsen und umso bitterer ist es für die Gemeinschaft, als sie viel zu früh von ihrem 1. Vorsitzenden Guido Gangl Abschied nehmen muss. Auszug aus dem Protokollbuch des MGV St. Peter:

„Der Samstag, der 12. Juni 1982 war einer der traurigsten Tage in der 108jährigen Geschichte des Männergesangvereins St. Peter, denn wir mussten unseren 1. Vorsitzenden Guido Gangl zu Grabe tragen. Anwesend war die gesamte Chorgruppe des Dreisamtales. Vor der Leichenhalle und am Grabe sangen über 130 Sänger zwei Lieder als letzten Gruß […].“

Schriftführer Helmut Götz übernimmt kommissarisch die Leitung des Vereins.

1983 – 1995

Nach 6 Jahren Tätigkeit als Schriftführer (1977-1983) übernimmt Helmut Götz für die nächsten 12 Jahre als 1. Vorsitzender die Leitung des Vereins.

1984

110 Jahre Männergesangverein St. Peter

Freude am Gesang verbindet die 41 Sängerkameraden ohne Unterschied des Alters aus allen Schichten der Bevölkerung. Neben zahlreichen jugendlichen Sängern hat der Verein auch einige langjährige Mitglieder, so die Ehrensänger Johann Rohrer (seit 1920), Peter Faller (seit 1922) und Josef Wehrle (seit 1930), die alle mit der Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes ausgezeichnet wurden.

1989

Der MGV bewältigt ein Mammutprogramm mit 45 Proben und 26 Auftritten.

1990

Bei der Generalversammlung 1990 werden die Ehrensänger Josef Wehrle (+1991) für 60 und (in Abwesenheit der erkrankte) Johann Rohrer (+1992) für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Wenig später muss der Chor von Ehrensänger Peter Faller (1914-1990) Abschied nehmen, der 68 Jahre aktiv war, davon 25 Jahre als Fähnrich

1992

Als Nachfolge des jahrzehntelang bestehenden Quartetts im MGV St. Peter wird nun ein Doppelquartett neu gegründet, um dem Gesamtchor eine kleinere Gruppe als Sänger zur Seite zu stellen. Von Anfang an ist das Doppelquartett eine schöne Ergänzung zu Konzerten oder kleineren Auftritten. Die Premiere erfolgt beim Frühlingskonzert am 11. April 1992 in der Kur- und Festhalle St. Peter.

1992

Eine neue Satzung wird am 16. September 1992 beschlossen und künftig ist der MGV als eingetragener Verein registriert.

1992 & 1993

Die Wiedervereinigung Deutschlands führt in den Folgejahren auch den MGV in die damals neuen Bundesländer. In der Partnergemeinde Schmölln-Putzkau gastierte man während des Vereinsausflugs 1992 und 1993 mit dem neu gegründeten Doppelquartett.

1994

120 Jahre Männergesangverein St. Peter

Am Pfingstwochenende 21. und 22. Mai 1994 beging der MGV sein 120. Stiftungsfest. Als Gäste wirken am Festwochenende mit: Trachtenkapelle St. Peter, MGV Frohsinn Esborn (Westfalen), MGV Breitnau, MGV „Edelweiß“ Buchenbach, Sängerbund Glottertal.

1995

Schriftführer (1985-1995) Heiner Schwär wird 1. Vorsitzender des MGV und steht dem Verein bis 2017 vor.

1999

125 Jahre Männergesangverein St. Peter

Am 12. September 1999 veranstaltet der MGV das erste Jubiläumskonzert zum 125jährigen Bestehen. Gemeinsam mit dem MGV Breitnau, dem MGV Neuenburg und den wieder von weither angereisten Gästen des MGV Frohsinn Esborn aus Westfalen gestaltet man den Abend in der Kur- und Festhalle St. Peter.

Das zweite Jubiläumskonzert findet am 12. Dezember 1999 mit der Chorgruppe Dreisamtal und dem MGV Breitnau in der Pfarrkirche St. Peter statt. Höhepunkt ist sicher der gemeinsame Abschluss, als alle Sänger den Schlusschoral darbringen.

2005

Das erste Open-Air-Konzert findet auf dem Klosterhof statt. Entgegen der Tradition der Herbst-, Frühjahrs bzw. Hallenkonzerte unternimmt der MGV den Versuch das Konzertgeschehen unter freien Himmel zu verlegen. Seit 2005 ist das Open-Air-Konzert immer am letzten Samstag im Juli nicht nur die musikalisch wichtigste Veranstaltung, sondern mittlerweile auch eine Plattform für Gastgruppen, welche der MGV jedes Jahr für sein Konzert gewinnen kann. So ist Musik für jeden Geschmack und für jede Gefühlslage geboten, gleich ob gesanglich oder instrumentalisch.

2010

Auch in den folgenden Jahren werden Sänger für ihre jahrzehntelange Verbundenheit zum MGV ausgezeichnet und so erhalten Max Faller (2010 für 60 Jahre), Heiner Rombach (2015 für 60 Jahre), Helmut Götz (2017 für 50 Jahre) und Oskar Fehrenbach (2018 für 60 Jahre) die goldenen Sängernadeln überreicht.

2013

Mit Frauke Alpermann übernimmt erstmals in der fast 140jährigen Geschichte des Männergesangvereins eine Frau den DirigentInnenstab (2013-2018). In der darauffolgenden Generalversammlung am 22. Februar 2014 wird Hubert Schuler nach Paul Walch (1929-1935), Paul Scherer (1938-1947), Alfred Herbst (1956-1963) und Heinrich Ramminger (1963-1973) zum fünften Ehrendirigenten des MGV St. Peter ernannt.

2017

Schriftführer (2013-2017) Tobias Dilger wird 1. Vorsitzender und folgt damit Heiner Schwär nach, der das Amt von 1995 bis 2017 22 Jahre innehatte. Helmut Götz wird 2017 nach 36jähriger Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

2018

Ehrendirigent Hubert Schuler schwingt für kurze Zeit noch einmal den Taktstock. Anschließend beginnt Timea Djerdj ihre Tätigkeit als Dirigentin beim MGV St. Peter.

2020

Corona-Verordnungen schränken seit März den Gesang sehr stark ein. Daher ruhte zum ersten mal seit dem Zweiten Weltkrieg der Vereinsbetrieb für längere Zeit. Seit Juli finden wieder regelmäßig Proben statt. Alle für dieses Jahr geplanten Auftritte konnten und können aber nicht stattfinden.